Von einem Mitbewohner habe ich mich binnen weniger Tage auf ungefähr 1000 Mitbewohnern gesteigert. Das soll mir erstmal jemand nachmachen. Auf jeden Fall wäre es sehr wünschenswert, wenn es jemand täte. Vorgemacht haben es mir auf jeden Fall schon viele. Rund 6.000 Leute (nach Facebook) sind schwer von der heimischen Kompostieranlage begeistert!

Da dachte ich mir, das probiere ich doch gleich mal aus!

Nachdem ich bei Google ‚Wurmkisten‘ eingegeben habe, kam ich ziemlich schnell auf die Seite ‚Wurmwelten.de‘ – Hier war ich dann auch schon an der richtigen Adresse. Bei Wurmwelten gibt es einige schöne Wurmkisten zu kaufen. Unter anderem auch Starter-Sets. Davon habe ich mich natürlich gleich angesprochen gefühlt. Starter-Set hört sich nach einfach und nach wenig Aufwand an. Zumindest für mich.

Da ich nicht völlig blind darauf los kaufen wollte, habe mich auf der Seite nach Informationen bezüglich der Anwendung einer solchen Wurmkiste umgeschaut. Also, sowas wie: Wie funktioniert eine Wurmkiste? Wie pflegt man sie? Wieviel Aufwand ist es?

Leider habe ich dazu nicht viel gefunden.

Davon habe ich mich allerdings nicht irritieren oder abschrecken lassen und habe auf den ‚Kaufen‘-Button gedrückt.

 

Schon wenige Tage später kam ein großer Karton mit meiner Wurmkiste. Zu meiner Freude auch mit einer ausführlichen Beschreibung dazu (Puh! Nochmal Glück gehabt). Nach meiner Anfangseuphorie über die Anleitung, kam mir auch so langsam die Erkenntnis, dass ich jetzt 1000 Würmer in einem Beutel in meinem Wohnzimmer habe und dass diese Würmer auch irgendwie raus aus dem Beutel, rein in die Wurmkiste müssen (Hätte ich vielleicht auch mal VOR dem Kauf bedenken können). Habe mich dann schnell dazu entschlossen, diesen unliebsamen Gedanken beiseite zu schieben und mich an den Aufbau zu machen. Die Anleitung ist gut verständlich und das Aufbauen somit ein Klacks. Trotz allem habe ich es natürlich geschafft die Hanfmatte anstelle des Kokosblocks in 7 Liter Wasser einzuweichen (Das lag wirklich an mir, nicht an der Anleitung).

Nachdem alles soweit aufgebaut und die Hanfmatte zum Trocknen aufgehängt war, ging es nun wirklich ans Eingemachte. Zuerst musste der Kokosblock, den ich mittlerweile (nachdem die Hanfmatte aus dem Eimer war) in 7 Liter Wasser aufgeweicht hatte, im ersten – Achtung Fachwort – ‚Arbeitsbehälter‘ gut verteilt werden. Zuvor hatte ich den Arbeitsbehälter bereits mit Zeitungspapier ausgelegt.

 

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Und nun wurde es richtig spannend ‚Geben Sie nun die Würmer, etwas Wurm Futter und schon eine Handvoll Abfälle dazu‘. Der Zeitpunkt war gekommen – Körperkontakt mit den neuen Mitbewohnern!

Nachdem ich ausgekundschaftet hatte, in welchem Beutel die Würmer sein mussten, habe ich mich angeschlichen und in den Beutel gelugt. Wow! Das sind echte viele Würmer! Und sie bewegen sich auch wirklich sehr wild!

Nun gut, nachdem ich mich ein wenig mit den Würmern angefreundet habe (habe sie in der Tüte minutenlang gestalked) und der Versuch diesen Arbeitsgang an meinen Freund abzudrücken auch gescheitert ist, habe ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und die Würmer in die Kiste getan. Am Anfang war es schon etwas komisch, aber ich habe mich sehr schnell an sie gewöhnt. Und wollte den Kontakt mit ihnen nicht mehr missen.

Jetzt nur noch ein bisschen Futter und Bio-Abfälle dazu und fertig ist es.

 

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Die Würmer brauchen erstmal noch Zeit bis sie sich eingewöhnt haben und volle Leistung bringen (ca. 6 Monate). Solange darf man ihnen noch nicht allzu viel Fressen geben.

 

Bis jetzt ist die Wurmkiste ein voller Erfolg und macht richtig Spass! Ich bin sehr glücklich damit und kann es jedem empfehlen. Und hier noch der Link zu den Wurmwelten http://www.wurmwelten.de/wp/

 

Ich werde euch auf dem Laufenden halten.